Marco Spohr
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 Präsenz- und Präsentationscoaching & Schauspieltraining




 







 
















   


Vorab einige persönliche Worte:
In Altenheimen lebende Seniorinnen und Senioren fühlen sich nicht selten "abgestellt".
Um dieses subjektive Gefühl aufzuweichen oder zumindest für einen Moment lang verschwinden zu lassen, sorgen die sozialen Dienste der Altenheime sehr engagiert für verschiedene Angebote. Für mich stellt sich gar nicht die Frage, ob in Altenheim lebende Menschen ein Recht auf Kultur und Kunst und somit an einer Teilnahme am gesellschaftlichen Leben haben.
Die aktuelle Seniorenpolitik aber lässt diese Frage leider zu.
Ich sehe mich hier in einer künstlerischen und nicht zuletzt auch sozialen Pflicht!
Es ist noch nicht mal pathetisch, sondern ein reiner schöner Fakt, wenn ich bei meinen szenischen Lesungen in Altenheimen in leuchtende Augen und mit ausgewählten Texten schöne Erinnerungen wecken kann. Da ist dann soviel Liebe und Leben im Raum, dass immer wieder deutlich wird: Für und mit in Altenheimen lebenden Menschen lesen/spielen zu können und mit Ihnen gemeinsam eine glückliche Stunde zu erleben, ist und bleibt eine besonders reiche Herzenserfahrung!


Was bedeutet "szenische Lesung"?

Sobald Verwandlung, Musik und evtl. Requisiten und ein verstärkter Einsatz von Körpersprache zum rezitierten Wort hinzukommen, ist eine Lesung szenisch. Somit wird noch mehr Phantasie beim Publikum angeregt.

Was mir noch wichtig ist:

Einfach nur "da vorne lesen und ein bisschen rumhampeln" wäre zu wenig und entspricht nicht meinem Verständnis. Mir ist es wichtig, die Seniorinnen und Senioren mit in meine szenische Lesung einzubeziehen. Zum Beispiel demenziell veränderte Menschen reagieren sensibel auf Impulse, die ich "da vorne" setze, die sich nicht zuletzt aus den Textinhalten ergeben. Darüber hinweg zu sehen und "stur" weiterzumachen, fände ich unpassend. Ein lebendiges und spontan mitgestaltendes Publikum ist doch noch immer das, was Theater besonders macht!

PROGRAMMBEISPIELE:


"Die Liebe im Gepäck": Ein Mann kommt in den Raum. In der einen Hand hält er ein Herz, in der anderen einen Koffer. Etwas melancholisch wirkend spricht er: "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren" (manchmal rufen dann die BewohnerInnen: "und ich meins im Sauerland"--Herrlich!)
Er setzt sich hin, legt sein Herz behutsam an die Seite, öffnet den Koffer und die Liebesreise beginnt. Er spricht bekannte Schlager (z.B. "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren", "Ich breche die Herzen der stolzesten Frauen" oder "...aber Dich gibt´s nur einmal für mich")
und nicht selten spricht das -selbstverständlich textsichere- Publikum mit.
Über die Liebe erzählende "Gedichteklassiker" von Heine, Brecht oder Goethe treffen auf dazu passende seniorenspezialisierte Kurzgeschichten.
Der Mann, der gerade noch etwas melancholisch wirkte, "schlüpfte" mittlerweile schon in draufgängerische, total verliebte, naive, schüchterne und optimistische Figuren.
Liebestrunken aber ist er immer. Dafür sorgen dann auch Texte von Heinz Erhardt, die bei den Seniorinnen und Senioren natürlich besonders beliebt sind. Die Reise endet mit "Es ist wie es ist" von Erich Fried. Der Mann nimmt wieder sein Herz und packt langsam seinen Koffer.
Das Seniorenpublikum schwelgt noch fröhlich in Liebeserinnerungen.

 

 

 

 









(Copyright Foto: T.Mazcowiak)


Weitere Programmbeispiele: 

"Oh, Du schöne Frühlingszeit"                                            

"Oh, Du herrliche Sommerzeit"
 "Ach, Du schöner Herbst"                                                        

"Es weihnachtet sehr" 
"Das alte Jahr ist vorbei, das neue wartet schon"
  (zu Silvester oder Neujahr)

Lebendig erzählte Gedichte und Geschichten über die verschiedenen Jahreszeiten. Hierbei wird darauf geachtet, dass z.B. typische Jahreszeitenbräuche mit erzählt werden und die Seniorinnen und Senioren mit einbezogen werden

"...ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" - Krimilesung -
Ein sehr wachsam wirkender und doch seltsamer Kommissar betritt den Raum und erzählt aus seinem erfahrungsreichen Berufsleben. Kriminalgeschichten von Agatha Christie oder Alfred Hitchkock treffen hier auf Geschichten aus der Region. (z.B. Sauerland- oder Ruhrpottkrimis.)

 oder: "Literarisches Café"

Ein Streifzug durch die moderne und klassische Literatur. Von nachdenklich über lustig bis hin zu grotesk.









(Copyright Foto: I.Käding)


Alle hier genannten Programme sind Vorschläge, die selbstverständlich in einem Vorgespräch individuell verändert werden können! Gerne gestalte ich auch ein Programm zu Wunschthemen, wie z.B. zu Heimjubiläen etc.

Übrigens: Wenn ich in Vorgesprächen mit Senioreneinrichtungen von Schiller und Goethe spreche, erlebe ich manchmal eine kurzen Anflug der Skepsis. Ich kann Ihnen versichern, dass sich diese Namen "schwerer" anhören, als sie in der praktischen Umsetzung letzendlich sind! Und: Gerade manche Werke dieser Dichter sind noch so massiv im Erinnerungsgedächtnis der Senioren verankert, dass diese sofort mitgesprochen werden und sich somit als förderlich herausstellen.

 

ORGANISATORISCHES ZU ALLEN PROGRAMMANGEBOTEN:
Dauer: ca. 35 bis 45 Minuten ( variabel!)


Material:
Ich benötige einen Sessel und einen Tisch und etwas Platz. Bühnenelemente sind nicht notwendig. (es sei denn, sie sind von Ihnen gewünscht. Dann müssten diese bitte von Ihnen besorgt werden.) Ich brauche (bei einem Publikum bis zu 200 Personen) kein Mikrofon. Inhaltsrelevante Requisiten werden von mir gestellt. Lichtverstärker sind nicht nötig.

Referenzen:

  • Senator Seniorenzentrum am Theater Hagen
  • Curanum Seniorenzentrum Vogelsang (Gevelsberg)
  • Johanneswerk Altenzentrum Tersteegen-Haus Iserlohn
  • Moro Seniorenwohnanlagen e.V. Berlin
  • Johanneswerk Haus am Steinnocken Ennepetal


Honorar:
nach Vereinbarung (ganz sicher budget-und sozialkompatibel!)
Für Lesungen im VRR-Gebiet fallen keine Fahrtkosten an.


Ich freue mich auf Ihre Mail oder Ihren Anruf!
mail@marcospohr-coaching.de oder

Telefon: 0175/14 56 604


Datenschutzhinweis: Alle hier gezeigten Fotos von Lesungen für Senioren sind mit Erlaubnis der jeweiligen Heimleitungen, Sozialdienstleitungen oder/und den BewohnerInnen selbst eingestellt. Aktuell (24.5.2018): Bezug nehmend auf die in Kraft getretende EU-Datenschutzverordnung zeige ich hier ausschließlich Bilder, die meine Person zeigen, bzw. die Hinteransicht des Publikums, die keine weiteren Personen identifizierend erkennen lassen.